Brunnenmeile

Auf etwa einem Kilometer Länge wird die Duisburger Innenstadt von sieben Brunnen verschönert. Die „Brunnenmeile“ wurde vom Braunschweiger Architekten Hartmut Rüdiger konzipiert und zwischen 1983 und 1993 realisiert.

Im Rahmen der 1978 angefangenen Boulevardplanung für die Königstraße, eine zentrale Straße in der Innenstadt Duisburgs, entwickelte Hartmut Rüdiger die Idee, die Einmündungen der Querstraßen in die Königstraße mit Brunnen zu versehen, die von verschiedenen Richtungen bereits früh ins Auge stechen. Er verstand die Brunnen als Lebenselixier und als individuelle künstlerische Gestaltungsmonumente. Das Lehmbruck Museum war von Beginn an der Planung der Brunnen beteiligt. Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle wurden gezielt für das Projekt angefragt, für die weiteren Brunnen gab es einen Wettbewerb. Wert gelegt wurde dabei unter anderem auf einen sowohl figurativen als auch abstrakten Stil und darauf, dass der Brunnen auch als Skulptur ohne fließendes Wasser überzeugte. Nach 15 Jahren begann schließlich die Realisierung der von Rüdiger initiierten Brunnenmeile in der Duisburger Innenstadt. Es wurden insgesamt sieben Brunnen in der Königstraße installiert, die sich im Besitz der Stadt Duisburg befinden.

 

Das Foto zeigt den Brunnen von André Volten.

André Volten, Brunnen, Edelstahl, 1983

 

Von Ost nach West sind heute auf der Königstraße folgende Brunnen zu sehen:

  • André Volten, Brunnen, Edelstahl, 1983
  • Otmar Alt, Wassermühle, Bronze, 1986
  • Ulf Hegewald, Stadtbild, rot-braune Keramik über Beton, 1991/93
  • Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely, Lifesaver, Polyester mit Bemalung über Teflonbeschichtung, Stahlsockel, 1989/93
  • Thomas Virnich, Schiffsmasken, Stahl und Ziegel über Beton, 1991/93
  • Wasa Marjanov, Skulptur für Duisburg, Wasserplastik, Edelstahl, 1992

Die Plastik "Hommage à Mercator" von Friederich Werthmann (Stahl, 1963 und 1993) wurde inzwischen im Zuge von Baumaßnahmen von der Brunnenmeile entfernt und vor dem Sparkassen-Gebäude am Kuhlenwall wieder aufgestellt.

 

 

Niki se Saint Phalle, Life Saver, 1991, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Britta Lauer