Sammlung internationaler Skulptur der Moderne

 

Positionen der Moderne

Die Sammlung internationaler Skulptur und Objektkunst der Moderne ist das Kernstück des Lehmbruck Museums. Sie umfasst bedeutende Beispiele der Klassischen Moderne, des Expressionismus, des Surrealismus und der konstruktivistischen Skulptur. In der Sammlung finden sich Werke bedeutender Künstlerpersönlichkeiten wie Ernst Barlach, Joseph Beuys, Constantin Brâncuși, Salvador Dalí, Rebecca Horn, Käthe Kollwitz, René Magritte, Henry Moore, Niki de Saint Phalle oder Richard Serra. Darüber hinaus besitzt das Lehmbruck Museum die größte Werkgruppe von Alberto Giacometti in Deutschland.

Die Präsentationen in der großen Glashalle und in der sogenannten Straßengalerie schließen kunsthistorisch an das Werk Wilhelm Lehmbrucks an. Sie zeigen dreidimensionale Kunstwerke, die Umbrüche, Innovationen und herausragende Positionen in der Geschichte der Skulptur markieren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts löst sich die Kunst von Figur, Nachahmung und Akademismus, es entsteht ein neues Formverständnis, das in radikalster Konsequenz in das freie Spiel von Raum, Volumen und Material mündet. Wird die Skulptur bis dahin modelliert, geformt, gemeißelt, gegossen, kann sie nun konstruiert, geplant, gebaut werden. Die Künstler schlüpfen in die Rolle der Architekten und Ingenieure. Sogar die menschliche Figur wird mechanisiert. Zudem werden nicht mit den Händen greifbare Phänomene wie Licht, Musik und Raum zum Gegenstand der Skulptur – etwa in Form der ersten abstrakten Plastik: Der „Dreiklang“ von Rudolf Belling wurde zum Inbegriff der Abstraktion.

 

Das Foto zeigt das Werk "Portraitmaske Rose Beuret" von Auguste Rodin.

Auguste Rodin, Portraitmaske Rose Beuret, 1888-90, Foto: Fabian Strauch

 

Der 1987 eröffnete Erweiterungsbau zeigt exemplarisch die wichtigsten Bewegungen der Kunstgeschichte seit den sechziger Jahren. Er beherbergt raumgreifende Installationen, ikonische Skulpturen und Objekte mit Hauptwerken der Arte Povera von Jannis Kounellis, der Minimal Art mit Donald Judd und Sol Lewitt oder auch Günther Ueckers geheimnisvollen Nagelkubus „Grab der verlorenen Erinnerung“. Ein eigener Bereich ist Joseph Beuys und seinem Umkreis um 1970 gewidmet. Prominent präsentiert sind bedeutende Werke von Anish Kapoor und Frank Stella.

 

Das Foto zeigt die Werke "ABCD 2" und "Fünfteilige Wandskulptur" von Sol Lewitt und Donald Judd.

Sol Lewitt, 4-part-piece 'ABCD 2', 1968 (vorne), Donald Judd, Fünfteilige Wandskulptur, 1992 (hinten) © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Dejan Saric

 

Das „Märchenrelief“ von Jean Tinguely zeigt spielerische Freude an Mechanik und Bewegung ebenso wie das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik. In den Nischen des unteren Geschosses sind überraschende Werke verborgen: Das beliebte „Reserve des enfants de Duisburg“ von Christian Boltanski ist ein Archiv der Lieblingsstücke von Duisburger Kindern – und neuerdings ist auch die aus glühenden Stromdrähten geformte Plastik von Jana Sterbak ausgestellt, die seit 2019 die Sammlung um eine wichtige Position erweitert: „I want you to feel the way I do… (The Dress)“.

Umgeben ist das Museum von einem Park mit über 40 Großskulpturen, von Wilhelm Lehmbruck über Meret Oppenheim bis hin zu Tony Cragg.

Bitte beachten Sie, dass nicht immer alle Sammlungsteile ausgestellt werden können.
Gerne geben wir Ihnen dazu telefonisch Auskunft: T: +49 (0)203 283-3206/-2630

 

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Werke von Douane Hansen, Jean Tinguely, Jannis Kounellis, Günther Uecker, Richard Serra u. A. © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Dejan Saric